05 Feb 2026;
08:00PM -
Vorstandssitzung
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Hund im Regen

 

 

Wir kennen es alle aus der letzten Zeit: Es regnet, es ist kühl, der Waldboden ist matschig und schmutzig. Eigentlich ein schöner, milder Winter, dieser Sommer.

Bei dem Wetter möchte man am liebsten nicht vor die Türe. Manchen Hunden geht das genauso.

Auch wenn Hunde tatsächlich eine Zeit lang ohne lange Spaziergänge zurecht kommen, sind ausgiebige Spaziergänge wichtig. Selbst wenn das Wetter schlecht ist. Vielen Hundebesitzern ist dies sogar wichtig, zwingt es sie doch ihren anderen Hund (nämlich den inneren Schweinehund) zu überwinden, und trotzdem vor die Tür zu gehen. Frische Luft und Bewegung ist ja nicht nur für den Vierbeiner gesund.

Bei unseren Fellnasen nun gibt es auch unterschiedliche Ausprägungen:

Während einige von ihnen es lieben, sich in jeder Pfütze zu suhlen, entwickeln andere bei schlechtem Wetter sogar Stress. Sie vermeiden jeden Kontakt zu Wasser und schütteln sich schon nach einem einzigen Regentropfen verzweifelt hin und her.

Gehen Sie daher mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie ihrem Hund, dass Gassigehen auch bei schlechtem Wetter Spaß machen kann. Dabei gilt, wie immer:

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung

Nur mit der richtigen Ausrüstung macht der Hundespaziergang im Regen auch Spaß. Ein Regenschirm alleine reicht dabei allerdings nicht, denn die professionelle Regenbekleidung beinhaltet etwas mehr:

  • Hohe Gummistiefel mit gutem Laufprofil
  • Wasserdichte Regenhose
  • Wasserdichte Regenjacke (oder einen langen Regen-Poncho)
  • Wasserdichter Regenhut

Der Spaziergang sollte zwar nicht erzwungen werden, aber Hunde sind durchaus in der Lage, dem schlechten Wetter zu trotzen und müssen nicht vor allen Unbilden desselben beschützt werden.

Spaziergänge im Regen sind für den Hund gesund und erfrischend. Sie bringen sowohl das Immunsystem als auch den Kreislauf in Schwung. Man sollte sich vom schlechten Wetter also nicht die gute Laune verderben lassen und versuchen die guten Seiten zu entdecken.

Man kann sein Lieblingsspielzeug mitnehmen oder sich spannende Spiele für unterwegs einfallen lassen.

Zum Beispiel mit Agility-Übungen wie Balancieren auf einem Baumstamm oder Laufen im Slalom. Oder man versteckt  etwas und der Hund muss es suchen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Manchmal kann es auch helfen, wenn man einen vierbeinigen Freund zum Spazieren einlädt. Oder man probiert mal eine neue Route aus. Durch die neue Umgebung gibt es viele neue Eindrücke und so kann der Vierbeiner vom schlechten Wetter abgelenkt werden. Bei Regenwetter sind weniger Menschen unterwegs – die Chance um Orte zu besuchen, die normalerweise sehr überfüllt sind. Bei schlechtem Wetter sind sogar die Parks beinahe menschenleer. Nahezu perfekt, um mit dem Vierbeiner zu trainieren oder ganz entspannt zu spielen. Auch der Hund ist neugierig und freut sich bestimmt, wenn er neue Plätze erkunden kann, an denen er normalerweise nicht vorbeikommt. Ein klarer Bonuspunkt für den Hundespaziergang im Regen!

Bei Kälte sollte man während der Gassirunde immer in Bewegung bleiben, damit der Hund (und man selbst) gar nicht erst zu frieren anfängt.

Die meisten Hunde besitzen ein dichtes, Wasser abweisendes Fell mit einer schützenden Fettschicht. Sie sind also gut auf das schlechte Wetter vorbereitet. Hunde, bei denen das nicht der Fall ist, können Regenmäntel hilfreich sein, welche gegen Regen, Wind und Kälte schützen. Zudem gibt es Regenmützen und Hunderegenschirme, welche ganz einfach am Hundegeschirr befestigt werden können. Voraussetzung für all die genannten Dinge: Der Hund empfindet sie nicht als unangenehm.

Dass der Hund vom schlechten Wetter krank wird, ist eher nicht zu befürchten. Solange er geimpft und in guter körperlicher Verfassung ist, sollte ihm der Regen und die niedrigen Temperaturen nicht schaden. Bei älteren Hunden und Welpen sollte man allerdings etwas vorsichtiger sein, bei großer Kälte und Nässe könnte er sich in ungünstigen Fällen eine Lungenentzündung zuziehen. So gesehen also noch eine Parallele zum Menschen…

Bei der Rückkehr nach Hause sollte dann ein Handtuch und vielleicht noch ein Lappen bereit liegen, um die Pfoten und den "Unterboden" zu säubern und auch den Rest vom Hund abzutrocknen. Denn beim Nachhausekommen darf das Beste am Regenspaziergang nicht fehlen: Gründliches abrubbeln. Die meisten Hunde lieben es, mit einem weichen Handtuch verwöhnt zu werden.

Langhaarige Hunde sollten regelmäßig gebürstet werden, da das viele Regenwasser ein Verfilzen des Fells begünstigen kann.

Also: Viel Spaß beim Spazieren gehen in diesem Sommer!

P.S.: Die gleichen Tipps kann man auch in Herbst und Winter nutzen, denn selten ist das Wetter dort noch schlechter...

Hund im Wald

 

Viele Hundebesitzer geben ihrem Hund gern die Freiheit sich ungezwungen in der Natur zu bewegen. Doch häufig begleitet durch die Sorge: „Was passiert, wenn der Hund Wild hinterher jagt?“. Hundebesitzer können dem ganzen sehr viel entspannter entgegenblicken, wenn sie die Rechtslage kennen. Und vor allem auch ihren Hund. Denn es gibt einiges, was anders ist, als man zunächst denkt.

 

Die meisten Hunde haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagdtrieb. Hunde nehmen deshalb am Wegesrand oft die Spur von Wildtieren auf und folgen dieser. Auf freilaufende Hunde reagiert das Wild panisch. Besonders wenn diese nicht anhaltend bellen, sobald sie eine Spur verfolgen – und urplötzlich im „Schlafzimmer“ des Wildes auftauchen. Es flüchtet dann Hals über Kopf direkt vor den Augen des Hundes, was in Hunden erst recht den Jagdtrieb weckt.

Weiterlesen: Hund im Wald

Informationen zur Hundeerziehung: Grundausbildung Teil 2: Halten, aber wie?

Informationen zur Hundeerziehung: Grundausbildung

Teil 2: Halten, aber wie?

 

Entscheidend für eine Einwirkung auf den (noch so kleinen) Hund ist das Halten, der richtige Griff in der Schlaufe der Leine.

Schon die Automatikrollen sind ungeeignet dafür, einen Hund richtig zu halten. Dann nämlich, wenn er für Sie zu schnell loslegt. Dann gleitet auch der stärkste Hund aus der Hand, weil die Rolle nur mit wenigen Fingern umgriffen war. Außerdem taugen diese Rollen nicht zur Grundausbildung, denn Sie müssen einen konstanten Abstand als Einwirkungsdistanz zum Hund halten, vor allem, wenn sie es noch nicht beherrschen, wenn Ihnen das lockere Bei-Fuß-Gehen noch nicht in Hand und Fuß übergegangen ist.

Exaktheit in der Körpersprache ist auch bei der Hundeausbildung wichtig, sie führt schneller zum Ziel, weil der Hund exakte Zeichen erhält. Die Schlaufe der Ausbildungsleine (oder Strick), muss vom Hals des Hundes bis zur rechten (!) Hand locker durchhängen, wenn der Hund angeleint ist. Die rechte Hand ist für Anfänger die richtige, weil dort die größere Hebelwirkung erreicht wird und meist auch mehr Kraft vorhanden ist. In der linken Hand können dann Fortgeschrittene ihren Hund halten, die ihren Hund jederzeit im Griff haben (sollten).

Der sichere Griff: Die Hand schlupft durch die Schlaufe. Daumen und die links abstehenden Finger legen sich um das obere Leinen- oder Strickende. So gleitet die Leine nicht durch die Finger, wenn der Hund sich losreißen will. Die Leine ist kein Schiffshaltetau! Vermeiden Sie es von Anfang an, selbst daran zu ziehen. Sie sollen den Hund führen und lenken und halten, aber nie erwürgen. Wenn er selbst sich reinwirft, ist das was anderes, als wenn Sie das tun! Reiter wissen es: Nicht festmachen, locker lassen!

 

Brustgeschirr

 

 

Als Alternative zum Halsband sollte man ein Brustgeschirr in Erwägung ziehen. Nicht, dass die junge Hunde stets stark ziehen können. Aber es ist einfach besser, den Hals als Gleichgewichtszentrum zu entlasten, die Wirbel auch. Mit einem passenden Brustgeschirr (für Fährten), einstellbar und scheuerfest gepolstert, damit es nicht an den Achseln und an der Schulter reibt, hebt ein zierlicher Mensch auch einen schweren Hund aus.

Informationen zur Hundeerziehung: Grundausbildung

Teil 1: Einführung

 

Viele Menschen möchten, dass ihr Hund "aufs Wort folgt". Da sind schon zwei Irrtümer enthalten. "Worte" zu verstehen, muss ihm erst beigebracht werden. Und was das Folgen anbelangt, geschieht das bei den Welpen von Hundemüttern aus Überlebenswillen und nicht aus menschlichem, ja soldatischem Gehorsam. Sie folgen - buchstäblich - ihrer Hundemutter: um etwas zu lernen, und um Gefahren aus dem Wege zu gehen. Das sind die einzigen, weil biologischen Prinzipien des Folgens. Wenn Menschen blinden Gehorsam einfordern, ist nur Missverständnis die Folge.

Viele Besitzer von Kleinhunden meinen, ihr Hund müsse nichts lernen, nichts können. Das ist so, wie wenn kleinwüchsige Menschen nichts lernen dürften. Ein anderes Vorurteil, ein bequemes: Einmal gelernt, ewig intus? Irrtum. Ausgenommen sehr leichtführige Hunde, die "blind" gehorsam sind. Bei selbstbewussten und eigenwilligen Hundetypen muss ein Leben lang immer wieder mal die Rangordnung gefestigt, bestätigt oder korrigiert werden. Wie im richtigen Wolfsleben.

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Der Hund als Feindbild?

Immer wieder lesen wir in der Rathaus-Rundschau den Aufruf an die Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entfernen und die Anleinpflicht innerhalb der geschlossenen Ortschaft zu beachten.

Wir, als organisierte Hundefreunde, unterstützen diesen Aufruf ausdrücklich. Ein verantwortungsbewusster Hundeführer wird immer bemüht sein, seinen Hund so zu halten, dass er seine Mitmenschen möglichst wenig belästigt. Hinterlassenschaften auf Gehwegen, Straßen und in Vorgärten sind gleichermaßen unangenehm wie vermeidbar.

Allerdings stellt sich die Frage, warum nur der Hund als Belästigung empfunden wird. Der Hund lebt schon seit Jahrtausenden mit dem Menschen zusammen und wurde domestiziert, um dem Menschen eine Hilfe und ein Kamerad zu sein. Heute ist er meist sogar Familienmitglied.

Im Gegensatz zu den vielen Aufrufen bezüglich des Verhaltens von Hunden hat man allerdings noch nie einen Aufruf gelesen, der sich mit der Verunreinigung fremder Grundstücke durch Katzenkot befasst. Oder wie sieht es mit den Hinterlassenschaften von Pferden auf Waldwegen aus?

Aber am schlimmsten sind nicht unsere vierbeinigen Freunde, welcher Gattung sie auch angehören mögen. Am schlimmsten sind wir Zweibeiner selbst.

Auf vielen Spaziergängen (und als Hundehalter hat man wirklich genug Spaziergänge!) sieht man zwar keinen Hundekot, aber andere Hinterlassenschaften wie Pizzakartons, Plastiktüten, Kaffeebecher, Getränkedosen usw.usw, im Wald und am Straßenrad herumliegen. Das ist kein biologischer Abfall wie etwa Tierkot. Sie wurden auch nicht aus einem biologischen Bedürfnis heraus dort abgeladen. Nein, dieser Abfall wurde bewusst dorthin getragen und weggeworfen. Vom vermeintlich einzig vernunftgesteuerten Lebewesen, das es auf diesem Planeten gibt. Und genau dieses Lebewesen regt sich über die "Abfälle" der Mitlebewesen auf!

Die Hinterlassenschaften von Hund, Katze und Co. sind nach wenigen Tagen von alleine wieder verschwunden. Die Hinterlassenschaften der Menschen überdauern z.T. Generationen.

Warum wird also immer wieder explizit auf den Hunden herumgehackt? Weil er schon "von Staats wegen" als einziges Haustier schlechter gestellt wird als alle anderen? Er ist seltsamer weise das einzige Tier, das besteuert wird!

Dabei leisten unsere Fellnasen durchaus gute Arbeit in der Gesellschaft. Man denke an die vielen Aufgaben, bei denen Hunde zum Dienste der Menschheit eingesetzt werden. Sie werden eingesetzt als Rettungshunde, Suchhunde, Wachhunde, Spürhunde, Blindenhunde, Unterstützungshunde, bei Polizei, bei Wachdiensten, beim Roten Kreuz usw. oder einfach nur als Kamerad, der uns das Leben ein wenig freundlicher gestalten soll.

Warum also immer nur der Hund??

Wir als Hundehalter haben es in der Hand, an diesem Bild des Hundes zu arbeiten. Sorgen wir dafür, dass unsere Hunde wohlerzogen sind, sich dem Mitmenschen gegenüber in der Öffentlichkeit friedlich und freundlich verhalten und dass wir Verschmutzungen durch unsere Vierbeiner beseitigen.

Für den Part "wohlerzogen" kann ein Hundeverein helfen. Hier kann man lernen, wie Fiffi und Co. erzogen werden, dass es keine Probleme mit den Mitmenschen gibt.

Für den Part "Verschmutzungen" hilft nur der Appell an die Hundehalter: Seien Sie Vorbild, entfernen Sie Hundekot, nachdem Ihr Hund diesen an ungünstigen Stellen (dazu gehören auch Waldwege) abgesetzt hat.

 

Damit machen wir die Welt ein wenig freundlicher für unsere vierbeinigen Freunde und uns selbst. Auf dass der Hund wieder das Ansehen in der Gesellschaft geniest, das ihm gebührt.